»Zink different«: Glanzverzinkung und weitere Verfahren zur Oberflächenveredelung bei der SVH. Metallgestalter legen Wert auf Ästhetik, wenn es um aufwendig gestaltete Objekte geht. Um diesem Anspruch entgegenzukommen, bietet die Siegener Verzinkerei Holding (SVH) unter dem Label »Zink different« seit dem Frühjahr das Verfahren der Passivierung beziehungsweise der Glanzverzinkung an, das zinküberzogene Objekte vor unansehnlichen Folgen von Witterungseinflüssen schützen soll. Eine andere Neuerung ist die Kooperation der SVH mit Klaus Stahl Industrielackierungen, die das Spektrum der angebotenen Beschichtungsverfahren nochmals erweitert.
Es mutet zunächst paradox an: Die Feuerverzinkung verhindert, dass Teile aus Eisen oder Stahl korrodieren - doch auch die verzinkte Oberfläche selbst verändert sich mit der Zeit unter dem Einfluss der Witterung. Ein ganz natürlicher chemischer Prozess, der den Korrosionsschutz jedoch nicht beeinträchtigt. Aber: Weißrost, Wasserflecken und -läufer machen sich nicht gut auf einem verzinkten Objekt. Mit einer kostengünstigen Lösung für dieses Problem wirbt nun die SVH: »Bei der Passivierung wird die Zinkschicht mit einer zusätzlichen Schicht versehen, die den Glanz konserviert und die Objekte effektiv schützt", erklärt Geschäftsführender Gesellschafter Paul Niederstein.
Die chemische Reaktion des Zinks mit Stoffen der Umgebung soll also verhindert beziehungsweise sehr stark verlangsamt werden und die Zinkschicht über etliche Monate hinweg nicht mehr mit Außenluft oder Feuchtigkeit reagieren. Die Glanzoberfläche stellt eine optisch ansprechende Alternative zum Farbanstrich dar. Und selbst. wenn sich ein Metallgestalter oder dessen Kunde zu einem späteren Zeitpunkt anders entscheidet, kann die chromfreie Versiegelung überlackiert und sogar mit Duplex-Beschichtungen versehen werden. Um Metallhandwerkern darüber hinaus weitere Varianten der Oberflächenveredelung anbieten zu können, arbeitet die SVH seit Mai mit der Firma Klaus Stahl Industrielackierungen (KSI) in Schifferstadt zusammen. So gehören jetzt neben Pulverbeschichtungen und Nasslackierungen auch Eloxal und kathodische Tauchlackierung (KTL) zur Produktpalette. Letztere, auch "Kathaphorese" genannt, ist ein elektrochemisches Verfahren, das sich zum Lackieren komplizierter Strukturen und großer Stückzahlen eignet: »Die perfekte Symbiose aus Individualität und Zuverlässigkeit«, gibt sich KSI-Geschäftsführer Gereon Stahl selbstbewusst. Das Kooperationsangebot richtet sich in erster Linie an Kunden in Rheinland-Pfalz und im Saarland, aber auch in den angrenzenden Ländern Belgien, Frankreich sowie Luxemburg. (si)