Siegen. Das Zinklamellenverfahren ist ein Korrosionsschutzsystem, das sich besonders für höher- und hochfeste Stahlqualitäten eignet. Die Siegener Verzinkerei Gruppe (Markenname »Zink different«) bietet das nachhaltige Verfahren seit mehreren Monaten über sein Tochterunternehmen NinoCoat an.
Das Zinklamellenverfahren ist ein nachhaltiges Korrosionsschutzsystem auf Basis von Zink und Aluminium, das vor allem bei kleineren Bauteilen wie Schrauben, Muttern oder auch Scharnieren angewendet wird. Als wesentliche Verfahrensvorteile sind die HCl-freie Vorbehandlung, die niedrige Prozesstemperatur (max. 280°C) sowie die hervorragenden Korrosionsschutzeigschaften (wie z. B. Chloridaerosolen oder Emissionen wie S02 und NO) zu nennen.
Das Zinklamellenverfahren eignet sich allerdings nicht nur für Kleinteile, sondern gerade auch für höher-und hochfeste Stahlqualitäten verschiedenster Größen. Dies war für uns ein Grund mehr, unsere seit dem Jahr 2000 bestehende Beteiligung an der NedCoat Group, Niederlande, rückwirkend zum Januar 2011 auf 100 % auszubauen«, so Paul Niederstein, Geschäftsführender Gesellschafter der Siegener Verzinkerei Gruppe. »Das Zinklamellenverfahren ergänzt unsere Beschichtungsleistungen und -systeme neben Feuerverzinkung, Hochtemperaturverzinkung, Duplexsysteme (Pulver- und Nassbeschichtung), Eloxal und unsere zusätzlichen Dienstleistungen, die uns für unsere Kunden zu einem >One-Stop-Shop< Systemanbieter machen«, so Niederstein weiter.
Das Zinklamellenverfahren bietet Zink different über sein Tochterunternehmen NinoCoat an, das in den Beneluxländern Lizenznehmer für die chromfreie Korrosionsschutzmethode Geomet® von DACRAL ist. Geomet ist ein dünner, nicht elektrolytischer Schutz, bestehend aus mikroskopisch kleinen Zink- und Aluminiumlamellen in einer anorganischen Matrix. Die Mindestschichtdicke beträgt 4µm, kann aber je nach Anforderung auf bis zu 16µm angepasst werden. Eine Mindestschichtdicke von 8µm liefert bereits einen Widerstand von 500 h im sogenannten Salzsprühtest. Behandelte Produkte bewahren ihre physikalischen Eigenschaften, sind aufgrund der geringen Schichtdicke sehr formstabil und zeigen keine Versprödungen. Ursprünglich wurde das Zinklamellenverfahren für die Automobilindustrie entwickelt. Heute veredeln viele Unternehmen aus Landwirtschaft, Klimatechnik, Maschinenbau oder auch der Eisenbahnindustrie ihre Produkte mit dem ressourceneffizienten Verfahren.
Die Ursprünge der Siegener Verzinkerei Holding (SVH) gehen auf das Jahr 1885 zurück. Heute wird die SVH in fünfter Generation geführt und zählt damit zu den ältesten Familienunternehmen des Siegerlandes. Mit ihren 100-prozentigen Tochtergesellschaften in Deutschland, den Niederlanden und Belgien, Beteiligungsgesellschaften in Tschechien und der Slowakei sowie einem noch »jungen« Joint Venture in der Türkei gehören die Siegen er zu den bedeutendsten Anbietern der Feuerverzinkungsbranche und Technologien der Oberflächenveredelung in Europa.
Mehr unter zinklamelle@zink-different.com
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