

Die Anodisierung ist ein beschleunigter elektrochemischer Oxidationsprozess, bei dem die natürliche
Oxidhaut des Aluminiums gestärkt wird. Dabei wird die transparente Oxidschicht wesentlich dicker
als die natürliche Oxidschicht. Als wesentliche Verfahrensvorteile sind die starke Korrosionsbeständigkeit
und der langfristige Schutz zu nennen. Und dank der transparenten Schicht bleibt der Metallcharakter
erhalten.
In einem Bad mit verdünnter Schwefelsäure werden Aluminium-Teile mit einem positiven Pol (Anode) verbunden. Der elektrochemische Prozess erzeugt Sauerstoff (O₂), der sich direkt mit dem Aluminium verbindet und Aluminiumoxid (Al₂O₃) erzeugt. Das neu gebildete Aluminiumoxid kann unmittelbar nach der Anodisierung Pigmente oder andere Substanzen aufnehmen, wodurch die individuellen metallischen Farbgebungen erzeugt werden. Durch die Versiegelung, bei der die Poren in der Schicht verdichtet werden, verwandelt sich die Oberfläche in eine versiegelte Schicht. Diese ist nicht nur sehr korrosionsbeständig, sondern bleibt sauber und behält ihre Farbe. Anodisiertes Aluminium ist leicht zu recyceln, weil das Aluminium durch eine metallische Beschichtung geschützt ist.
Es existieren verschiedene Eloxal-Verfahren wie Eloxieren, Hartanodisierung, Nituff®, CompCote® oder auch farbiges Eloxieren. Bei den verschiedenen Verfahren ergeben sich eloxierte Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften – beispielsweise bestimmte Schichtdicken, bestimmte Farben oder Härtegrade, bestimmte Verschleißfestigkeiten oder auch starke Anti-Korrosions- oder Gleiteigenschaften.
- Schichtdicken bis zu 100 Mikrometer (μm)
- Härte bis zu 600 Mikro-Vickers
- Höhere Verschleiß-Beständigkeit als gehärteter Stahl
- Break-down Spannung bei ca. 40 Volt/μm
- Das Aluminium ist nach dem Prozess frei von schwarzen Schlieren
- Beständig gegen die meisten Chemikalien und Lösungsmittel
- Die Schichtendicken können mit einer sehr hohen Genauigkeit erzeugt werden