Zink different. Siegener Verzinkerei Gruppe - Oberflächenveredlung

Zink different. Siegener Verzinkerei Gruppe - Oberflächenveredlung

Hochtemperaturverzinkung (HTV)

Das Hochtemperaturverzinken ist ein weiterentwickeltes Schmelztauchverfahren, bei dem Stahlteile bei Temperaturen von 560 bis
630 °C in einem keramisch und induktiv beheizten Bad veredelt werden. Hierbei können je nach Kundenwunsch sehr dünne Zinkschichten ab ca.
25 µm bis hin zu 80 µm gemäß DIN EN ISO 1461 aufgebracht werden.
Die Schutzwirkung einer hochtemperaturverzinkten Zinklegierungsschicht
ist dabei in ihrer Wirkungsweise identisch mit der Normaltemperatur-
verzinkung. Spezielle Produktanforderungen wie gute Passgenauigkeit, Beschichtbarkeit und höhere Oberflächenhärte runden die Verfahrens-
vorteile ab.

Passgenauigkeit:

Die höhere Verzinkungstemperatur und die damit verbundene deutlich niedrigere Viskosität der flüssigen Zinklegierung führen zu verbesserten Zinkablaufeigenschaften am Bauteil. Bei vorausgegangener Bauteil-
abstimmung können selbst kleinste Bohrungen oder auch Gewindeteile nacharbeitsfrei feuerverzinkt werden.
Dies unterstützt im Speziellen die Anforderung von einbaufertigen Produkten.

Extrem dünn, extrem hart:

Durch die beim Hochtemperaturverzinken bewusst erzeugten Eisen-Zink-Legierungschichten wird eine hohe Oberflächenhärte mit verbesserten Abrieb- und Verschleißeigenschaften erreicht. Vor allem steinschlaggefährdete Bauteile der Automobilindustrie erhalten damit einen idealen Schutzpanzer. Durch eine besondere Prozessführung können zudem extrem dünne, gewichtseinsparende Zinkschichtdicken mit einem engen Schwankungsbereich reproduzierbar erzeugt werden.

Beschichtbarkeit:

Bei der Hochtemperaturverzinkung ist dank der kontrolliert zu steuernden Zinkschichtdicke bei weitestgehender Werkstoffunabhängigkeit eine hohe Oberflächenpräzision garantiert. Ein unkontrolliertes Anwachsen der Zink-
schichtdicken, vor allem auf Schweißnähten oder im Kantenbereich, findet so gut wie gar nicht statt. Aufwendige Feinverputzarbeiten werden somit auf ein Minimum reduziert. Zudem bietet die feine Mikrorauigkeit der Zinkschicht einen verbesserten Haftgrund für alle nachträglichen Beschichtungssysteme.